Betrogen und bestohlen

Verehrte Mitglieder und Freunde der Alternative für Deutschland,

die sogenannte "Flüchtlingskrise" oder welche der zahlreichen hierfür existierenden Bezeichnungen man auch immer dafür heranziehen mag, ist in aller Munde. Sie ist relativ leicht fasslich (wenn man denn dazu in der Lage ist und wenn man auch will) und weiterhin von den aktuellen Problemthemen das beherrschende. Darüber ist, zumindest außerhalb der AfD, ein weiteres existenzbedrohendes Thema völlig an den Rand gedrängt worden: Die Folgen der fatalen D-Mark – Abschaffung und Euro-Einführung. Leider scheint dieses Thema für viele zu anspruchsvoll zu sein, als dass man sich die Mühe machen wollte, sich mit diesem zu befassen: Noch immer kann man hören, wie vorteilhaft doch die Euro-Währung sei, denn man könne überall in den Ländern der Eurozone mit dem gleichen Geld bezahlen, ohne einen Umtausch vornehmen zu müssen.

Herrn Frerk ist es gelungen, das, was auch in den zahlreichen Büchern zu diesem Thema von Fachleuten wie Wilhelm Hankel, Thilo  Sarrazin, Walter Krämer u.v.a.m. herausgearbeitet wurde, in seinem nachfolgend wiedergegebenen Beitrag als zusammenfassendes Ergebnis des Euro-Desasters aufzuzeigen:

 

Das Geldvermögen der deutschen Sparer ist in den letzten sieben Jahren durch Minizinsen bei gleichzeitigem lnflationsverlust um 447 Milliarden Euro geschrumpft (laut Prof. J .Starbatty). Mit dieser Summe, größer als der jährliche Bundeshaushalt, hätten bundesweit alle maroden Schulen, Straßen und Brücken saniert, der Pflegenotstand behoben, die Altersversorgung entscheidend gesichert werden können. Stattdessen ist unser Geld in den gierigen Rachen des nimmersatten Molochs EU geworfen worden. Um den Kollaps der Eurozone zu verhindern, betreibt Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, eine Nullzinspolitik, massive Ankäufe von Staatsanleihen sowie Flutung der Märkte mit frischem Geld aus der Druckerpresse. Würden nämlich die Zinsen auf einen normalen Stand von 4-6 Prozent steigen, so könnten die Pleitestaaten im Süden Europas die Kosten. für ihre Schuldenberge nicht mehr aufbringen und wären zahlungsunfähig. Die von der EU zu Lasten der deutschen Sparer verordneten Minizinsen bewahren also überschuldete Staaten ebenso wie unrentable Unternehmen vor dem fälligen Bankrott.

Hinzu kommt die widerrechtliche Aufhebung der No-Bailout-Klausel des Vertrags von Maastricht, nach dessen Bestimmungen weder ein Staat noch die europäische Gemeinschaft für die Schulden eines anderen Staates aufkommen muß. So wurden durch eigene Misswirtschaft gefährdete Länder mit großzügigen Krediten gestützt, für die vor allem Deutschland einzustehen hat.

Das Unheil begann mit der Einführung des Euro und der Aufnahme möglichst vieler, selbst wirtschaftlich schwacher Länder in die Währungsunion bei Priorität der Politik und unter Mißachtung des ökonomischen Sachverstandes. Bis dahin mußten die „Fußkranken“ entsprechend ihrer schlechten Bonität hohe Kreditzinsen zahlen. Durch ihren Beitritt kamen sie nun in den Genuß niedriger Schuldzinsen. Sie nutzten alsbald das Zinsgeschenk, um private und öffentliche Schuldenberge aufzutürmen, vornehmlich zum Zwecke des Konsums, nicht für Investitionen. Durch großzügige Lohnabschlüsse und Sozialleistungen bei fehlender Korrektur durch Abwertung der Währung verloren sie rasch ihre internationale Konkurrenzfähigkeit. Allen voran war Griechenland, das aus dem Wohlstandstaumel in die Misere abstürzte. Inzwischen ist es beim dritten Sanierungsprogramm angelangt und verlangt angesichts gigantischer Schulden deren Übernahme durch die anderen, wobei Deutschland natürlich maßgeblich beteiligt ist. Diese Umverteilung der Lasten wird uns von der Politklasse als ein Akt europäischer Solidarität verkauft, ist aber nur die überflüssige Teilnahme an der europäischen Haftungsgemeinschaft.

Ein Raub dieses Kalibers ist auch die von Herrn Macron angestrebte Bankenunion, die zu Lasten der deutschen Steuerzahler, Sparer und Anleger gehen wird. Der Clou ist allerdings die „gemeinschaftliche Einlagensicherung“, bei der z.B. grundsolide deutsche Volks- und Raiffeisenbanken für insolvenzgefährdete italienischen Banken herhalten müssten, ohne Einfluß auf deren Schuldenmanagement oder Geschäftsgebaren zu haben. Die deutschen Geldinstitute werden natürlich ihre Mehrkosten und zusätzlichen Risiken an ihre Kunden weitergeben.

Europa ist nun einmal keine einheitliche Volkswirtschaft mit für alle gültigen und auchdurchsetzbaren Regeln. Letztlich steht es jedem Land frei, Misswirtschaft zu treiben. Dann sollten uns aber auch unsere Politiker nicht die Schulden der anderen aufbürden.

 

ein Gastbeitrag  von Adolf Frerk         Geldern, 27. April 2018

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