Drogenfixer werden in Kleve bagatellisiert


Wieder eingestellt:

 

In der Nähe des Spielplatzes an der Jülicher Straße in Kleve wird laut Stadtratsplanung ein Container mitten im Wohngebiet aufgestellt, der als Fixerstube für Drogenabhängige genutzt wird. Erster Skandal ist, dass die intransparente Stadtverwaltung die Anwohner nicht wirklich informiert hat und vor vollendete Tatsachen stellen wollte. Natürlich gab es eine öffentliche Sitzung des Sozialausschusses im April, so dass nach der Meinung von Stadtkämmerer W. Haas alle Klever Bürger informiert sein müssten. Nach Aufstellung der Container würden die Bürger Herrn Haas zur Folge informiert werden. Alles klar.

Herr Haas, solch eine Arroganz und Gleichgültigkeit gegenüber den Bürgern ist der zweite Skandal. Also ob jeder Klever jedes Mal an allen Ausschusssitzungen teilnehmen könnte.
Die Anwohner sind zu Recht empört und finden das Vorhaben „unglaublich“. Ihre Kinder sollen dort zukünftig nicht mehr spielen und manche sprechen von Wegzug. Doch nun kommt der dritte Skandal. Einige Anwohner halten es für natürlich, dass Drogensüchtige zur Gesellschaft gehören (politische Korrektheit hat wieder zugeschlagen). Das ist richtig, genauso wie Räuber, Mörder oder gar Falschparker. Naja okay, der Vergleich hinkt schwer. Diese Aufzählung soll keine Gleichsetzung sein. Verzeihen Sie den Sarkasmus, aber warum wollen dann einige wegziehen? Es kommt noch politisch korrekter. Schon im November 2007 gab die Stadt zu verlauten, dass Mütter mit Kindern (gemeint sind drogenabhängige Mütter) nicht im Milieu zusammen mit Suchtkranken leben müssen und dass insbesondere sie einen geschützten Lebensbereich an der Jülicher Straße erhalten sollen. Sind drogensüchtige Mütter mit Kindern keine Suchtkranken? Und warum entzieht die Stadt die Kinder nicht von solchen "Rabenmüttern"? Aber Herr W. Haas gibt Entwarnung, da das Ordnungsamt regelmäßig kontrollieren wird. Aha, dann ist ja alles gut. Am größten Drogenumschlagspunkt Deutschlands, dem Frankfurter Hauptbahnhofsviertel, zeigt die Polizei sogar Tag und Nacht Präsenz, aber es hilft nichts!
Die subjektive Caritas, welche u.a. von der Not der Drogenabhängigen lebt, verteidigt die Stadtverwaltung. Sie hätte es sich angeblich bei der Standortwahl nicht leicht gemacht und die Bürger sollen erst Mal die Planung – Achtung jetzt kommt’s – „mit Zuversicht begegnen“. Also liebe Anwohner der Jülicher Straße, ruhig bleiben und lächeln. Im Artikel wird dann auf Düsseldorf verwiesen, wo alles prima läuft. Dieser vierte Skandal ist wohl kein schlechter Witz. Der dortige Bereichsleiter Herr N. Henneberg lobt alles vom Himmel. Außerdem sei laut Gesetz der Besitz von Drogen illegal, der Konsum aber nicht. Ach so. Wie kommt man meistens noch gleich an Drogen bevor überhaupt ein Konsum stattfinden kann? Durch Kauf oder Selbstherstellung. Das ist dann also kein Besitztum? Alle produzierenden Firmen der Welt besitzen gemäß dieser politisch überkorrekten Gesetzeslogik rein gar nichts. Ja liebe Düsseldorfer und Klever Stadtvertreter, wer sich an unlogische Gesetze klammert, kann alles entschuldigen (Skandal Nummer Fünf). Zumindest ist Kleve durch die Polizei laut ihrem Pressesprecher in sicheren Händen: „Hier ist bis jetzt nichts bekannt von einem Container in der Jülicher Straße“, was uns wieder zum ersten Skandal der mangelnden Kommunikation führt.

 

Einzelmeinung, 08.08.2014
Quelle: Klever Woche vom 06.08.2014

Verfasser dem Vorstand bekannt.

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