Lügenpresse – das Unwort des Jahres


 

Zu Recht? Ja, zu Recht.


„Lügenpresse, halt´ die Fresse“. Diesen kleinen Reim skandierten Teilnehmer während der Dresdener PEGIDA-Demonstrationen. Irgendwie müssen die ja darauf gekommen sein. Ob sie das geträumt haben? Wahrscheinlich nicht. Sie haben wohl nur Zeitung gelesen. Und dann verglichen.

Nicht nur Zeitungsmacher wissen, dass zwischen Bericht und Meinung zu unterscheiden ist. Und weil sie das wissen, tun sie das zuweilen nicht. Der Zweck heiligt die Mittel.

Als Zeitung, aber auch wenn man ein anderes Medium bemüht, kann man Meinungen steuern. Indem man Falsches als wahr darstellt und umgekehrt, indem Nachrichten ausgewählt, unterdrückt, positiv oder negativ gefärbt – also Bericht und Meinung miteinander vermischt – werden, indem man diesen oder jenen Kommentator auswählt und vieles andere mehr. Es sind schon Bücher über dieses Thema geschrieben worden; ich will es hier bei ein paar Beispielen belassen:


1. Vermischung von Bericht und Meinung nebst Färbung

Die BILD-Zeitung ist die auflagenstärkste überregionale Tageszeitung in Deutschland. Die Verfälschungen der BILD-Zeitung sind legendär. Ohne die BILD-Zeitung müsste sich die übrige Lügenpresse irgendwie nackt vorkommen. Ein kleines Beispiel – gerade weil hier Anti-AfD-Hetze geliefert wird:

Euro-Hasser blamiert sich bei Maischberger

titelt die BILD-Zeitung in einem, nein, nicht Kommentar, sondern Bericht über eine Maischberger Talk-Show, zu der der Bundsprecher der AfD, Prof. Bernd Lucke, als Talk-Gast eingeladen war. Unser Bundessprecher wurde also abwertend als „Eurohasser“ tituliert. Noch in der gleichen Überschrift wurde den Lesern suggeriert, Lucke habe sich blamiert: Eine Falschmeldung, denn Lucke war auch hier brillant wie gewohnt und steckte seine Widersacher mal wieder locker in die Tasche. Doch lesen Sie selbst – und vergessen Sie nicht, die Kommentare zu lesen. Warum die BILD sich traut, diese zu veröffentlichen? Meine Anerkennung.
www.bild.de/politik/inland/menschen-bei-maischberger/hartz-vier-betrug-maischberger-talk-lucke-blamiert-sich-34841444.bild.html

 

2. Unterdrückung der AfD in der Berichterstattung von Rheinischer Post und NRZ (und ein kleiner Hinweis zum Verhalten der Umfrageinstitute)


Seit Gründung der AfD im Frühjahr 2013 schwante den Blockparteien (also die CDUCSUSPDFDPGrünen als ESM-Zustimmungs- und Eurorettungsparteien), dass sie von der AfD durchschaut waren. Die AfD wuchs rasant und es wurde befürchtet, dass sie bei den im September 2013 stattfindenden Wahlen zum Bundestag die 5%-Hürde schaffen und in diesen einziehen könnte. Zu den Methoden, dies zu verhindern, gehörte, den Wahlberechtigten zu suggerieren, dass sie ihre Stimme bei einer Wahl der AfD verschenkten, weil die AfD keine Chance hätte, die 5%-Hürde zu überwinden.

Die Umfrageinstitute leben u.a. auch von Aufträgen regierungsnaher Institutionen, welche nicht die unbedeutendsten Auftraggeber sein dürften; schauen Sie mal hier: www.ratswd.de/download/workingpapers2008/36_08.pdf rein. Da kann man schon mal was tun. Die durch diese Institute gelieferten und von den Medien verbreiteten Wahlprognosen zur Bundestagswahl 2014 haben sich bekanntlich als falsch herausgestellt.

Obwohl die AfD bei institutsfremden Umfragen (z.B. Wahl.o.meter.com) mindestens im hohen einstelligen Bereich getaxt wurde, haben die Institute bis Anfang September 2013 durchweg suggeriert, die AfD werde bei
der anstehenden Bundestagswahl nur 1 – 3 % der Stimmen erreichen können; wer die AfD wählt, würde also seine Stimme „verschenken“. Aber die wussten ja wohl, dass die AfD tatsächlich mehr erreichen würde. Um eine Blamage nach der Wahl im Rahmen zu halten, behalf man sich damit, dass die (veröffentlichten) Prognosen kurz vor der Wahl leicht angehoben wurden (22.9.: 2,5 bis 4,5%); die Einzelheiten finden Sie hier: www.wahlumfrage.de/aktuelle-wahlumfragen-zur-bundestagswahl-bundeswahltrend-vom-01-09-2013/.

Noch doller trieben es die Rheinische Post und die NRZ.
Diese Wahlprognosen erschienen am 9. September 2013 in beiden Zeitungen:

ScanNRZ130909
ScanRP130909

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merken Sie was? CDU, SPD, FDP und Grüne wurden erwähnt, dazu die Linke und die ziemlich unbedeutenden Piraten. Haben Sie was von der AfD gelesen? Ich nicht.
Dabei war zum damaligen Zeitpunkt die spannendste Frage überhaupt, wie die AfD abschneiden würde. Diese Vertreter der Lügenmedien haben die AfD also völlig ausgeblendet. Damit sie nicht noch bekannter oder gar auch noch gewählt wird. Es hat ja dann auch geklappt.

 

3. Der Fotobetrug beim Charlie-Hebdo-Trauermasch in Paris

Am Tag nach dem Charlie-Hebdo-Trauermarsch in Paris konnten Sie in vielen Zeitungen ein Bild – oftmals nebst Bericht – bewundern, das zeigen sollte, wie zahlreiche Regierungschefs, darunter auch Frau Merkel, an der Spitze eines riesigen Demonstrationszuges mitgingen. So sah das z.B. in den Stuttgarter Nachrichten aus: www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.auch-merkel-und-co-dabei-riesiger-trauermarsch-in-paris.f91cfdd1-a979-4f9a-93d1-394c6a495f69.html

Sind Sie damals im Januar 2015 auch darauf hereingefallen? Ich schon.
Pech nur, dass die Sache schief ging: Das sollten Sie doch gar nicht wissen! Schauen Sie hier, so ging´s:

https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=Foto+Betrug+Paris+Regierungschefs.
Interessant auch, wie die Blamierten dann ihre Zurückruderungen verkauften. Suchen Sie selbst.

 

4. Meinungssteuerung der Rheinischen Post auch durch deren Lokalredaktion Kleve

Im Vorfeld einer geplanten Flugplatzerrichtung auf Kalkarer Gebiet standen sich die dieses Projekt betreibenden Vereine und eine dagegen agierende Gruppe, welche ganz maßgeblich von CDU-Mitgliedern gesteuert wurde, gegenüber. Dabei druckte die Rheinische Post als Zentralorgan der CDU am unteren Niederrhein mindestens fünf der in dieser Sache durch die CDU-Leute geschriebenen Leserbriefe ab – aber nicht einen der von den Vereinsvertretern eingereichten Leserbriefe.

Die Spitze der Unterschlagungen bildete die Nichtveröffentlichung eines durch den Verfasser eingereichten Leserbriefs. Dieser war als Antwort auf einen aus dem CDU-Lager stammenden Leserbrief gedacht, welcher auch noch mit „Sehr geehrter Herr Plorin“ begann – und der natürlich, ich glaube noch vor dessen Eingang bei der RP, eilfertigst abgedruckt wurde.
Das sollte für den Zeitungsbereich reichen.

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Die öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender sind Informationsmedien, die durch die von Ihnen zu zahlenden Zwangsgebühren finanziert werden, und das nicht zu knapp: 2013 haben Sie insgesamt fast 8 Milliarden Euro abgeliefert. Dafür, dass Sie wahrheitsgemäß, objektiv und ausgewogen informiert werden? Das mag man Ihnen gesagt haben. Sie werden nicht informiert; Sie werden gesteuert:

5. Die WDR-Nachrichten am 30.11.2013

Am Vormittag des 30.11.2013 war ich mit dem Auto auf dem Weg zum NRW Landesparteitag der AfD in Arnsberg. In den WDR-Nachrichten wurde auf den am gleichen Tag in Bremen stattfindenden Bundesparteitag der, ich sagte es schon, relativ bedeutungslosen Piratenpartei hingewiesen. Kein Wort von dem Landesparteitag der NRW-AfD, welcher zur gleichen Zeit in Arnsberg stattfand. Der auch von Ihnen zwangsfinanzierte Westdeutsche Rotfunk hat Ihnen diese Information unterschlagen. Die AfD könnte ja noch bekannter werden.

 

6. Auch das ZDF setzt Ihnen nur vor, was den Blockparteien genehm ist:

An einem Tag des vorerwähnten AfD-Parteitags in Arnsberg war das ZDF vor Ort, freundlich angekündigt und begrüßt von der Versammlungsleitung, welche die Tagungsteilnehmer auf die zu erwartende Berichterstattung im ZDF hinwies. Gegen 16:00 Uhr – das ZDF war gerade abgerückt – dann die Durchsage, dass ein Bericht vom Parteitag nicht gesendet werde. Das ZDF hatte dies damit begründet, dass die erwarteten Flügelkämpfe nicht stattgefunden hätten.

Ja, so ist es, das von Ihnen bezahlten öffentlich–rechtliche ZDF:

Hätte es den vom ZDF offenbar erwarteten Krawall gegeben, wären Sie, verehrte Leserschaft, selbstverständlich ausführlich ínformiert worden. Von dem von sachlicher Entscheidungsfreude geprägten Landesparteitag der AfD hingegen sollten Sie bloß nichts wissen. Nochmal: Sowas leisten sich diejenigen, die Ihre Zwangsgebühren unter gesetzlichem Schutz abkassieren.

 

7. ZDF versuchte weiszumachen, Frau Merkel sei die beliebteste Deutsche

Anfang Juli 2014 machte Ihnen das ZDF weis, Angela Merkel sei die beliebteste Deutsche; schauen Sie mal hierhin: www.zdf.de/deutschlands-beste/deutschlands-beste-33039676.html. Warum die dieses Betrugsergebnis immer noch hinausposaunen, verstehe ich nicht. Aber ich muss ja auch nicht alles verstehen.

Kurze Zeit später kam heraus, dass das ZDF Sie, deren Geldgeber, betrogen hatte; mittenmang dabei war das Forsa-Umfrageinstitut. Das kennen Sie ja noch von oben, Punkt 2. Statt Angela Merkel hätte Ina Müller Platz 1 gebührt. Aber im Gegensatz zu Frau Merkel hat Ina Müller keinen Vertreter im ZDF-Fernsehrat, welcher nach ZDF-Angaben die Interessen der Zuschauer vertreten soll. Aber warum das denn? Läuft doch.
Weitere Einzelheiten hierzu finden sie hier: www.handelsblatt.com/politik/deutschland/zdf-umfrage-betrug-merkel-doch-nicht-beliebteste-deutsche/10206278.html

 

8. Sie sollen doch die Kopie wählen und nicht etwa das Original – auch der ebenfalls von Ihren Zwangsgebühren finanzierte Deutschlandfunk führt Sie hinters Licht

Anfang März stellte die SPD „ihr“ Konzept für ein zu schaffendes Einwanderungsgesetz vor: Eine Einwanderung mittels Punktesystem nach kanadischem Vorbild solle Gesetz werden. Sie, so tat die SPD, habe nun endlich einen Vorschlag ersonnen, wie die Einwanderung nach Deutschland zukünftig zu regeln sei.

Alleine am 3. März verkündete der Deutschlandfunk diesen Triumph mittels Kurzbeiträgen ganze 13 mal, einschließlich der Erwähnung in den Nachrichten noch öfter. Kein Ton davon, dass genau dieser Vorschlag durch die AfD schon kurz nach ihrer Gründung vor fast zwei Jahren gebracht wurde.

Sie glauben das nicht? Nun, am 13.9.2013 schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung hier www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wahlkampf-der-afd-geht-das-geld-aus-12572276.html folgendes: „In Berlin stellte die AfD am Freitag Thesen zur Zuwanderung … vor. Der stellvertretende AfD-Sprecher Roland Klaus forderte eine am Bedarf des deutschen Arbeitsmarkts orientierte, kontrollierte Einwanderung nach dem Vorbild Kanadas.“
Und hier wird dieser Vorschlag im Zusammenhang mit dem AfD Programm weiter präzisiert:

ScanAfDProgramm_Zuwanderung

 

 

 

 

 

 

(Aus: www.alternativefuer.de/programm-hintergrund/fragen-und-antworten/zuwanderung-und-asyl/)

Die SPD scheint also nun endlich von der AfD gelernt zu haben. Ein hoffnungsvoller Anfang.

Der Deutschlandfunk verschweigt dies seinen Hörern und betrügt diese damit. Sie sollen glauben, die SPD habe nun ein brauchbares Konzept entwickelt. Die Hörer sollen dazu gebracht werden, die Kopie anstatt das Original zu wählen.

Von den 13 Sendungen habe ich vier angehört; hier sind sie:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/03/03/dlf_20150303_0640_54a7f272.mp3
3:39; 3.3.15 6:40 Uhr SPD für Einwanderung nach kanadischem Vorbild; AfD nicht erwähnt
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/03/03/dlf_20150303_0557_a6fb861f.mp3
1:07; 3.3.15 5:57 Uhr SPD für Einwanderung nach kanadischem Vorbild; AfD nicht erwähnt
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/03/03/dlf_20150303_1311_bd544b1f.mp3
2:18; 3.3.15 13:11 Uhr SPD für Einwanderung nach kanadischem Vorbild; AfD nicht erwähnt
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/03/03/dlf_20150303_1822_ca907d95.mp3
2:57; 3.3.15 18:22 Uhr SPD für Einwanderung nach kanadischem Vorbild; AfD nicht erwähnt; AfD ab Minute 1:51 nur im Zusammenhang mit PEGIDA erwähnt
Die restlichen Sendungen können sie über die Mediathek des Deutschlandfunks finden und anhören.

 

Fazit:

Ich habe Ihnen anhand von 8 Beispielen gezeigt, wie Zeitungen und öffentlich-rechtlichen Zwangsgebühren-eintreiber Informationen verfälschen und unterschlagen. Es gäbe eine Unzahl ähnlicher Fälle zu berichten, und die Anzahl der bisher erfolgreich unbekannt gebliebenen Verfehlungen kann nicht einmal erahnt werden.

Unter mitleidheischendem Wehklagen stellt eine Jury, in dieser sitzt ausgerechnet auch noch ein Journalist, das von ihr zum Unwort des Jahres gewählte „Lügenpresse“ vor. Und merkt dabei nicht einmal, dass sie das Kunststück fertiggebracht hat, gleich dreimal daneben zu greifen:

Zum einen hält sie den Ausdruck „Lügenpresse“ für unberechtigt. Die Teilnehmer an den PEGIDA- Demonstrationen wissen es besser. Es gibt sicherlich auch Zeitungen, die diese Einstufung nicht verdienen. Diese waren gewiss nicht gemeint.

Zum zweiten greift der getadelte Ausdruck zu kurz: Wenn schon, dann hätte die Wahl auf „Lügenmedien“ fallen müssen.

Und zum Dritten gebührte „Lügenmedien“ eher, das Wort als das Unwort des Jahres zu sein.

Das Sympathische an den Printmedien ist immer noch, dass man diese nicht zu kaufen braucht und ein Abonnement kündigen kann.

Das Niederträchtige an den Zwangsgebühren ist, dass deren Vermeidung praktisch nicht möglich ist. Anlässlich der 2013 erfolgten Umstellung des Gebührensystems haben die Öffentlich-Rechtlichen noch eben die günstige Gelegenheit genutzt, Sie darüber hinaus ordentlich zu verhöhnen:
Die frühere Gebühreneinzugszentrale GEZ wird nun „Beitragsservice“ genannt.

Die Alternative für Deutschland setzt sich für die Abschaffung der Zwangsgebühren ein.

 

Gerd Plorin
(Einzelmeinung)

2 thoughts on “Lügenpresse – das Unwort des Jahres”

  1. Ein weiterer Beweis für Verdrehungen der Lügenmedien. Im Nachtmagazin der Tagesschau, 12.3., 0:00 Uhr, wurde folgendes über Fukushima verbreitet:

    Mehr als 18 000 Menschen kamen als Folge des Unglücks ums Leben

    Hier kann das Video dazu abgerufen werden (ca. 6. Minute): http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/nm-3327.html Unfassbar diese grüne Propaganda. Kein Mensch ist an den Folgen gestorben, siehe hier: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-05/fukushima-starhlenbelastung-who-bericht

  2. Im März 2015 stellte ich hier obigen Beitrag ein. Unter Beispiel Nr. 7 ist das ZDF mit seinem Betrugsversuch erwähnt, wonach Frau Angela Merkel die beliebteste Deutsche sei. Hat das ZDF aus dieser offenbar leicht durchschauten Pleite nichts gelernt oder setzt es auf das  Vergessen seiner Zuschauer? Vermutlich beides; denn das ZDF probiert es erneut: Wie man hier http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/zdf-politbarometer-merkel-wieder-beliebteste-politikerin/19828864.html erfährt, versucht das ZDF wieder einmal, Frau Angela Merkel  als der Deutschen liebste Politikfigur darzustellen.  57% der Befragten sollen die Totengräberin Deutschlands zur beliebtesten Politikerin gemacht haben. Oder sollte die Mehrheit der Deutschen tatsächlich so dumm sein? Dann hätte ich dem ZDF Unrecht getan.

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