Nachrichten aus dem Kreis Kleve I


Wieder eingestellt:

 

Bedanken Sie sich für folgende schlechte Nachrichten bei Ihrem Lokalpolitiker Ihres Vertrauens:


Immer mehr Kirchen oder kirchliche Einrichtungen müssen aufgrund sinkender Gläubigerzahlen, steigender Kirchenaustritte und somit weniger Einnahmen schließen, wie z.B. letztem Monat in Kleve und Rees (Quelle: Kurier am Sonntag, 24.08.2014).


Trotz wachsender Schulden im Gocher Haushalt gab es dort laut der NRW-Landesstatistiker die höchste Beschäftigungsrate seit einer Dekade (Quelle: Kurier am Sonntag, 24.08.2014). Goch hat damit angeblich den Strukturwandel geschafft. Der Kaufkraftzufluss ist Wirtschaftsförderer Wenzel zufolge in den letzten Jahren ständig auf einem guten Weg. WAS? Wie passt das zusammen? Mehr Beschäftige als je zuvor, aber zunehmende Schulden. Mehr Steuereinnahmen durch Umsatzerhöhung in der Einkaufsstadt, aber wachsende Schulden.

Vielleicht hängt das damit zusammen, dass die Kaufkraft speziell aus dem Umland von Goch kommt. In Weeze, Uedem usw. sind die Einkaufsmöglichkeiten nicht so umfangreich wie in Goch. Dementsprechend müssen die vielen Gocher Beschäftigen insgesamt an Kaufkraft verloren haben, um steigende Schulden im Haushalt zu erklären. Von geschafftem Strukturwandel kann nicht wirklich die Rede sein. Aber die Wahrheit kennen nur die Kämmerer der Stadt Goch. Und Kämmerer Frau B. Gansen sagt, dass die Schulden in diesem Jahr von 2,3 Millionen € auf 7,3 Millionen Euronen gestiegen sind. Neben den gesunkenen Gewerbesteuereinahmen fallen u.a. die Asylbewerberleistungen ins Gewicht. Wen wundert’s bei den ständigen EU-Vertragsbrüchen und weitentfernten Konflikten. Es muss ein Nachtragshaushalt her und die SPD schlagen eine Haushaltssperre wie für NRW vor. Nun kommen voraussichtlich doch Parkgebühren für die Innenstadt (Quelle: Kurier am Sonntag, 31.08.2014).


Aufgrund erweiterter Studienangebote und steigender Kinderlosigkeit, welche durch die Regierungen der letzten fünfzig Jahre zu verantworten sind, herrscht ein Lehrlingsmangel im Handwerk. Die Hochschule platzt angeblich „aus allen Nähten“ (Quelle: Kurier am Sonntag, 31.08.2014). Im Handwerk verdient man halt nicht so viel. Aber warum schiebt die Hochschule in Kleve erneut die Anmeldefrist hinaus (siehe Internetauftritt)? Das hängt natürlich nicht mit dem sogenannten Fachkräftemangel zusammen, sondern mit der rotgrünen NRW-Regierung, welche umso mehr Geld ausschüttet, desto mehr Studenten und Abschlüsse eine Hochschule vorzeigen kann. Quantität statt Qualität, da es nur eine endliche Geldmenge gibt, um die sich die Hochschulen mit Studentenanwerbung streiten. Daher holt man sich die Studenten (zukünftige Fachkräfte) aus der ganzen Welt. Aber diese zukünftigen Fachkräfte sind im Schnitt deutlich günstiger für die ansässige Industrie als die hiesigen Studenten (vergleichen Sie z.B. die Durchschnittslöhne in Rumänien und Deutschland). So kann man Lohnentwertung ebenfalls erzeugen, weil nicht viele Hochschulabsolventen Arbeit finden, aber das Beschäftigtenangebot erhöhen. Die Kinderlosigkeit konnte längst durch die enorme Produktivitätssteigerung -ohne besonders große Lohnerhöhung, aber mit Inflation und ständigen Steuererhöhungen- kompensiert werden. Dennoch ist das nicht genug. Lohnentwertung wird seit der EU-Lobbydiktatur jeher betrieben. Die Anwerbung der Studenten aus aller Welt ist nicht akut, da es genügend heimische Absolventen gibt. Darunter leidet das Handwerk (kleine Ausbildungsbetriebe), bei dem es auch keine stetigen großen Produktivitätssprünge gab, sondern nur die Inflation und die Steuerabgaben daran genagt und es unattraktiv gemacht haben.


Kalkül oder Unwissen? SPD-Kreistagsvorsitzender J. Franken von Beruf Steuerprüfer wollte nach seiner Wahl in die Verbandsversammlung seine lukrativen Ämter in den Sparkassengremien des Zweckverbandes im Kreis Kleve antreten, was natürlich mit seinem Beruf im Finanzamt in Mönchengladbach unvereinbar ist (Quelle: Klever Wochenblatt, 03.09.2014). Aber diese Gesetzesvorgabe hat ihn anscheinend nicht gestört. Blöd nur, dass jetzt die übergeordneten Behörden dazwischenfunkten.

 

Einzelmeinung, 09.09.2014

Verfasser dem Vorstand bekannt.

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