Politisch inkorrekt?


 

Zusammenfassung eines Gesprächs zwischen einem Mitglied und einem alten Freund (kein Mitglied)

 

Über Politik offen zu sprechen finde ich sehr wichtig und angebracht, gerade in turbulenten Zeiten wie diesen.

"Heute tolerant, morgen fremd im eigenen Land". Mag sein, dass dies der Text von einer Nazi-Band ist oder ein Slogan der NPD. Politisch unklug, diese Worte daher zu benutzen. Betrachten wir den Satz mal inhaltlich, egal vom wem der ursprünglich stammt: "Heute tolerant" – stimmt ja offensichtlich. "morgen fremd im eigenen Land" als Konsequenz hierzu ist auch nicht falsch, wenn man die Entwicklung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund betrachtet. Die haben mehr Kinder und vermischen sich als Muslime sehr wenig mit anderen Bevölkerungsgruppen. Parallelgesellschaften werden also weiter zunehmen. Das ist nicht rassistisch, sondern schlichtweg eine mathematische Aussage. Ob man sich dabei als Mensch ohne Migrationshintergrund fremd fühlt oder nicht, ist also die einzig offene Frage.

Wer mal einen Ausflug nach Marxloh gemacht hat, kann dieses Gefühl aber ganz sicher nachvollziehen. Politisch korrekt scheint es nicht zu sein, dieses Gefühl zum Ausdruck zu bringen. Vielleicht ist es irrational oder dumm. Aber es gibt Menschen, die dieses Gefühl haben und glücklich sind, wenn man ihr Gefühl thematisiert. Bei Ängsten bezüglich Kernenergie haben andere Menschen Ängste. Vielleicht auch irrational und dumm? Ja, aber es gab doch Fukushima! Aber es gab auch Köln. Einige Ängste sind offenbar prima, andere pfui. Wer entscheidet darüber? Unsere Politiker? Unsere Medien? Oder jeder mündige Bürger selbst?

Noch zwei Beispiele, die eine überraschende "öffentliche" Meinung zeigen: Wie würde man jemanden bezeichnen, der in einer speziellen Sprache das Wort "Stärke" und den Umriss des Vaterlandes sich als Tattoo hat stechen lassen? Nazi? Nationalist? Wahrscheinlich schon. Wäre ein solcher Mensch haltbar als deutscher Nationalspieler? Niemals! Obwohl nun "Agyenim" (=Stärke, zweiter Vorname) und der Umriss von Afrika die Tattoos von Boateng sind, nennt man ihn natürlich nicht einen Nazi. Er ist ja sicherlich auch keiner (ich muss zugeben, dass ich ihn auch nicht wirklich kenne). Überraschend, unsere Vorurteile, oder?

Das zweite Beispiel aus den Nachrichten: Die Brandstifter des Asylbewerberheims in Düsseldorf hätten niemanden töten wollen. Sie wollten nur dafür sorgen, dass die Unterkunft nicht mehr genutzt werden kann und somit der Wegzug erzwungen wird. Aha. Wenn der Brandstifter Deutscher ist, dann wird die Anklage sicherlich auch nur auf Brandstiftung und nicht auf versuchten Mord lauten, oder? Man fragt verständnisvoll nach den Motiven des Brandstifters in den Nachrichten und relativiert die widerliche Tat. Nein, das macht man nur bei Ausländern, nicht aber bei Deutschen.

 

 

Einzelmeinung eines Mitglieds.

Verfasser dem Vorstand bekannt.

Einzelmeinungen sind selbstredend nicht Meinung des Kreisverbandes.

One thought on “Politisch inkorrekt?”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.