Religionskritik erlaubt und erwünscht


 

Stellen Sie sich eine Welt ohne Religionskritik vor. Vermutlich gäbe es dann keine Reformation / Aufklärung und wir müssten uns immer noch den Worten des Bischofs beugen. Diese Tatsache vergessen wohl einige, denn nicht Jedermann kann Religionskritik vertragen.

Herr Johannes Mecking, katholischer Propst und Toleranzprediger im Kreis Kleve, sagt klar: Muslime, Juden und Christen sind in dem Sinne Schwestern und Brüder, weil wir glaubende Menschen sind. Hohle Phrasen kann jeder: Manche glauben an Mercedes Benz und andere an Toyota und halten sich an den Händen weil alle gern Auto fahren. Herr Mecking, glauben Sie, dass die islamischen Terroristen der letzten Wochen an uns als Schwestern und Brüder gedacht haben als sie diese niedergemetzelt haben?

Diejenigen, die im Namen einer Religion unter „Allahu akbar“-Schreien Menschen töten, und deren Sympathisanten, müssen sich Kritik und Fragen gefallen lassen. Diejenigen, die das dann trotz Menschenopfer ablehnen und es als Blasphemie abtun, sind in höchstem Maße intolerant gegenüber Kritikern und Andersdenkenden, was selbstverständlich inakzeptabel ist.

Der AfD und ihren Äußerungen attestieren Sie hingegen (Kurier am Sonntag, 12. Juni 2016): „Das ist nicht zu tolerieren. Hier wird vorsätzlich Angst und Zwietracht gesät.“ Inwieweit tut das die AfD? Aus welchen AfD-Aussagen ziehen Sie Ihr Wissen, Herr Mecking? Sind Sie gegen Religionskritik oder gar die Aufklärung?

Angst und Zwietracht, Herr Mecking? Sie verwechseln da etwas ganz offensichtlich und wahrscheinlich absichtlich. Sie selbst säen Zwietracht mit solchen Aussagen zwischen Ihresgleichen und Bürgern, die es anders empfinden, weil letztere mittlerweile ständig in Angst vor weiteren terroristischen Anschlägen, Vergewaltigungen, Angriffen und Belästigungen im Alltag leben. Die AfD ist wie immer nur der Überbringer der schlechten Botschaft. Aber die wurden im Mittelalter, also der Hochzeit der Kirche, gerne mal hingerichtet, nicht wahr?

Glücklicherweise ist das Mittelalter vorbei. Glücklicherweise haben wir in Deutschland, abgesehen von der Kirchensteuer und anderen Verzwickungen mit der Deutschland GmbH, die Trennung von Religion und Staat einigermaßen hinbekommen. Glücklicherweise, ansonsten müssten sich Menschen vermutlich von einem wie Ihnen (wahrscheinlich dann sogar per Gesetz) sagen lassen, was sie zu tun haben. Unglücklicherweise werden die Überbringer der schlechten Botschaft, heute wieder, durch die Konsensparteien, ihren folgsamen Medienschäflein sowie anderen Opportunisten und Steuergeldabhängigen an den „Pranger“ gestellt.

Die Trennung von Staat und Religion ist in islamischen Ländern leider unter unzähligen Menschenopfern noch längst nicht vollzogen. Die Gründe sind vielfältig, aber oft auf einen Umstand zurückzuführen. Der Islam hat zwar religiöse Züge, jedoch greift er auch stark regulierend in das Alltagsleben seiner Anhänger ein und ist häufig (staats)politisch. Nimmt man einige, auch muslimische Kritiker zu Rate, bescheinigen diese dem Islam oft ideologische Wesenszüge, wie z.B. seinem zwischen den unterschiedlichen Glaubensströmungen (Sunniten, Schiiten etc.) viel umkämpften Allmachtanspruch. Diese stetig opferbringenden ideologischen Ausschweifungen braucht niemand. Und mit Ideologien haben wir Deutschen ja leider unsere Erfahrungen (nationaler und internationaler Sozialismus, Kommunismus). Die menschenverachtenden Koransuren lassen wir mal außer Acht oder tolerieren Sie diese im Schleier der Religion etwa auch, Herr Mecking?

 

 

Einzelmeinung eines Mitglieds.

Verfasser dem Vorstand bekannt.

Einzelmeinungen sind selbstredend nicht Meinung des Kreisverbandes.

 

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