Stellungnahme des ehemaligen AfD – Kreisverbandsprechers zu den im „Notizblog“ des Kurier am Sonntag vom 20.02.2015 enthaltenen Äußerungen


 

Als ehemaliger Sprecher des AfD – Kreisverbands Kleve erlaube auch ich mir einige Bemerkungen:

1.            Die Veröffentlichungen der beanstandeten Beiträge begannen etwa in der zweiten Hälfte meiner Amtszeit, welche von Juni 2013 bis Oktober 2014 dauerte. Ich hatte nicht alle der in dieser Zeit erschienenen Beiträge des Verfassers admin2 gelesen, aber kreisverbandsintern waren einige Grobheiten hauptsächlich formeller Art aufgefallen. Ich versichere, dass der Verfasser bereits weit vor Entstehen der aktuellen Diskussion aus Kreisen des Kreisverbands dieserhalb angesprochen wurde. Admin2 verteidigte dabei seine Vorgehensweise mit dem Hinweis, dass er seine Beiträge unter seinem Pseudonym veröffentliche und damit erkennbar nicht für den Kreisverband, dessen Vorstand oder andere Gliederungen der AfD spreche. Außerdem kennzeichne er jeden seiner Beiträge mit dem Vermerk „Einzelmeinung“, so dass dadurch nochmals zusätzlich ein Irrtum über die Verantwortlichkeit ausgeschlossen sein sollte.

Da hatte er Recht. Bei einer derart eindeutigen Aussage, dass ein bestimmter Verfasser seine Einzelmeinung vertrete, sind andere Interpretationen, wenn diese denn einen Anspruch auf Richtigkeit erheben sollten, ausgeschlossen.

Was wäre die Alternative gewesen?

Die Alternative wäre die Vornahme einer Zensur. Dagegen hätte ich mich als Erster ausgesprochen, denn auch ich habe unter meinem Namen auf derselben Internetseite Beiträge verfasst, deren Zensur ich mir verbeten hätte. Auch diese Beiträge mögen Dritten nicht gepasst haben. Das hätte mich nicht gestört.  Wenn man dies ausschließen wollte, sollte man es gleich sein lassen.

Einhalt muss da geboten werden, wo strafrechtlich relevante Inhalte aufgefallen wären. Solche sind, zumindest mir, nicht bekannt geworden.

 

2.            Herr Natrop hat mit Antritt seines Sprecheramts lediglich eine bestehende Übung übernommen und ist damit gar nicht der zu bevorzugende Ansprechpartner. Wer mit der beschriebenen Handhabung nicht einverstanden ist, möge mit mir vorliebnehmen.

 

3.            Mir sind die Denkgesetze, nach denen, wenn eine Einzelmeinung aus der AfD offenbar als „dumm“ eingestuft wird, „die AfD“ in ihrer Gesamtheit als „Alternative für Dumme“ dargestellt wird, nicht bekannt. Würden dieselben Denkgesetze zur Einschätzung „der SPD“ herangezogen, würde es sich bei dieser Partei um ein Sammelbecken für Pädophile handeln.

 

4.            Herr Jürgen Franken ist Funktionär einer Partei, welche Deutschland mit in die fatale Lage gebracht hat, in der es sich jetzt befindet. Neben vielen anderen Fehlleistungen erinnere ich nur daran, dass das für den Euroraum für völlig ungeeignete Griechenland  zu Zeiten einer SPD-Regierung gegen eindringliche Ratschläge von Fachleuten und unter bereits damals bekannten betrügerischen Machenschaften in den Euroraum aufgenommen wurde. Mit dem Ergebnis sitzen wir jetzt da. Und vor wenigen Tagen noch hat nicht ein SPD-Fraktionsmitglied im Bundestag gegen den neuerlichen Abtransport deutschen Vermögens im Zuge einer völlig aussichtslosen Griechenland„rettung“ gestimmt.

Anstatt sich still zu schämen, versteigt sich Herr Franken dazu, ungefragt dem Sprecher des AfD – Kreisverbands Kleve Verhaltensempfehlungen zu geben.

Wenn Herr Franken kluge Ratschläge zu vergeben hätte, würden diese in seiner eigenen Partei weit dringender gebraucht als in der AfD.

 

5.            Es meldet sich Herr David Krystof, welcher als Mitglied der SPD-Helferpartei ebenfalls wohl ungeplagt von Schamgefühlen sich bemüßigt fühlt, seine Vorhaltungen kund zu tun.

Solch ausgeprägter Mitteilungsdrang wird doch wohl auch noch für ein paar Antworten reichen; ich hätte da nämlich noch einige Fragen an Herrn Krystof: 

Im August 2013 wurden Plakate, die die AfD im Rahmen des Bundestagswahlkampfs in Goch angebracht hatte, mit Aufklebern der grünen Jugend (und zwar ohne dass sich eine individuelle Person verantwortlich gezeichnet hatte) beschädigt.  Einzelheiten bitte ich dem von mir verfassten Beitrag „Nur die Hemdfarbe wechselt oder wie sich die Bilder gleichen“ zu entnehmen, den ich auf der nun allseits bekannten  Internetseite http://afd-kleve.de/ unter der Rubrik „Klartext“ veröffentlicht hatte; diesen Beitrag finden Sie hier: http://afd-kleve.de/nur-die-hemdfarbe-wechselt-oder-wie-sich-die-bilder-gleichen/

Schaut man sich auf der Internetseite des Kreises Kleve unter Sie sind hier: Kreis Kleve > Politik & Verwaltung > Politik > Fachausschüsse  das Porträt von Herrn Krystof an, findet man neben der Nennung vieler anderer Funktionen (Herr Krystof scheint ja schon ein richtiger Berufspolitiker zu sein) folgenden Eintrag: 

„Funktionen in Vereinen oder vergleichbaren Gremien: Sprecher Grüne Jugend Kreis Kleve“.

Diese und die ebenfalls dort enthaltene Information, dass Herr Krystof Ratsmitglied in Goch ist, lässt folgenden Schluss nicht abwegig erscheinen: Herr David Krystof ist Mitglied der Grünen Jugend und kommt aus Goch.

Und nun zu meinen Fragen an Herrn Krystof:

  1. Waren Sie im August 2013 Mitglied der Grünen Jugend?

 

  1. Waren Sie an den kriminellen Handlungen in Goch beteiligt, die in dem Beitrag „Nur die Hemdfarbe wechselt oder wie sich die Bilder gleichen“ beschrieben sind?

 

  1. Halten Sie die kriminellen Handlungen, wie sie in dem Beitrag „Nur die Hemdfarbe wechselt oder wie sich die Bilder gleichen“ beschrieben sind, für ein gebotenes Mittel der Grünen Jugend, gegen politisch Andersdenkende vorzugehen?

 

  1. Sie verstehen nicht, dass Herr Natrop noch Mitglied der AfD ist. Können Sie verstehen, dass Sie noch Mitglied der Grünen Jugend sind?

 

6.            Die AfD ist nicht damit beschäftigt, wie Herr Dieter Pauli schreibt, kleine Bürgerparteien einzusammeln. Deren Leute kommen von selbst. Sie wollen vielleicht nicht so enden wie die Herren Traurig und Heinricks und haben wohl erkannt, dass die Ziele der AfD erstrebenswerter sind als die der politischen Fehlleister in Deutschland. Je weiter sich die Folgen von deren Politik offenbaren, desto mehr dürften auch von den „großen“ Parteien zur AfD wechseln. Aus heutiger Sicht könnte dies nur eine Selbstzerlegung der AfD verhindern. Übrigens, seit etwa drei Tagen scheint auch die BILD-Zeitung wechseln zu wollen. Wir müssen sie ja nicht nehmen.

 

7.            Der umstrittene Autor möge sich outen, fordert da doch tatsächlich jemand. Dabei schreibt dieser Schlauberger selbst anonym. Selten so gelacht.

 

8.            Mein Dank gilt allen an diesem niedlichen kleinen Shitstorm Beteiligten von admin2 bis zu letzten der mir vorhergehenden Kommentatoren. Die Klickzahlen unserer Seite haben sich deutlich erhöht. Viele kennen uns, wenn überhaupt, nur über die Lügenmedien. Besuchen uns Sie daher gerne an unseren Stammtischterminen, welche auf http://afd-kleve.de/ veröffentlicht werden.

 

9.            Eigentlich wollte ich ja, zumindest bis zur nächsten Bundestagswahl, eine kleine Pause machen. Nun sollte man den gestiegenen Bekanntheitsgrad unseres Internetauftritts nutzen, so dass ich überlege, nun vielleicht doch zeitnah in unregelmäßigen Abständen mal das eine oder andere zu besprechen. Themen gibt es zuhauf; alleine die Zeit … wer kennt das nicht. Zum nächsten Bundestagswahltermin wird das jetzt zu Schreibende wieder vergessen sein, so dass ich dann meine Beiträge noch einmal bringen kann. Schließlich lernt man durch Wiederholung.

So könnte ich mit Ausführungen beginnen, weshalb „Lügenpresse“ zu Recht zum Unwort des Jahres auserkoren wurde. Deshalb mussten die „Lügenmedien“ noch eben in den vorhergehenden Absatz eingebracht werden.

Ich grüße Sie.

 

Gerd Plorin

Sprecher AfD Kreisverband Kleve vom 22. Juni 2013 bis 26. Oktober 2014

Einzelmeinung

 

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