Unverhofft kommt oft: Eine große Chance in Bayern

In wenigen Wochen steht die Landtagswahl in Bayern an. Nach der neuesten Umfrage von infratest dimap (https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Bayerntrend-CSU-stuerzt-in-Umfrage-auf-neues-historisches-Tief-id52164551.html ), gerade wenige Stunden alt, kommen CSU auf 35,8%, Grüne auf 16,5%,  AfD auf 13,7%,  SPD auf 12,1%,  Freie Wähler auf 8,1% und FDP auf 5.8%. Die LINKE (mit 2,7%) und andere Parteien dürften keine Rolle spielen.

Zur Zeit werden  verschiedene mögliche Koalitionen zwischen CSU und den anderen  im Landtag zu erwartenden Parteien – mit Ausnahme der AfD – gehandelt.

Die aktuelle politische Entwicklung mit den Ereignissen in Chemnitz,  Köthen und vielen anderen Orten (da dürften bis zum Wahltag noch weitere fiese Sachen in dieser Richtung geschehen), der souveräne Auftritt Maaßens im Rahmen der aktuellen „Hetzjagd“-Hatz, was wiederum Seehofer und der CSU zu Gute kommt, und die erneut starken Auftritte der AfD im Deutschen Bundestag lassen auf eine Verschiebung der Wahlergebnisse zu Gunsten  von AfD und CSU hoffen.

Also könnte sich für die CSU vielleicht noch eine bessere Möglichkeit ergeben: Eine Koalition mit der AfD.

Da die politischen Aussagen von CSU und AFD auf wichtigen Gebieten ähnlich sind, die Wähler beider Parteien, verglichen mit den anderen Parteien, ebenfalls ähnliche Einstellungen vertreten und beide Parteien übelst von LinksRotGrün angegangen wurden und werden, wären  CSU und AfD von allen Möglichkeiten die natürlichsten Koalitionspartner. Hinzu kommt, dass viele CSU-Wähler sich von der AfD vielleicht besser als von der CSU vertreten sehen,  die CSU eher nur aus alter Gewohnheit wählen und den übrigen Parteien eine ablehnende Distanz entgegenbringen.

Nun gibt es eine, zum Glück überwiegende, Haltung innerhalb der AfD, welche besagt, dass die AfD als kleinerer Koalitionspartner nicht zur Verfügung steht, weil sie sich nicht für einige Brosamen zum Steigbügelhalter für Parteien machen sollte, welche die AfD  übelste Weise unter Einsatz undemokratischer Mittel ausgrenzen und bekämpfen.

In Bayern allerdings könnte sich für die AfD eine interessante Ausnahmelage ergeben, welche ein Abrücken vom Ausschluss einer minderheitlichen Koalitionsbeteiligung attraktiv erscheinen ließe:

Die CSU wird von den Systemmedien, allen voran den Öffentlich-Rechtlichen Denkbetreuern ARD, ZDF und Deutschlandfunk fast schon in gleicher Weise wie die AfD  diffamiert und geradezu bekämpft. Gut zu sehen angesichts der Parteinahme der Öffentlich-Rechtlichen in den Kreuz-, Grenzkontrollen-, Anti-Abschiebeindustrie-, Maaßen- und vieler anderer Debatten. Schon vor längerer Zeit hat sich sie CSU bereits für eine Rückführung des Einflusses der Öffentlich-Rechtlichen ausgesprochen (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-csu-denkt-ueber-die-zukunft-von-ard-und-zdf-nach-14432409.html ) – und damit einen Schritt in die richtige Richtung aufgezeigt.

In die gleiche Richtung, aber viel weiter noch, gehen die Pläne der AfD: Sie plädiert für die Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Steuerer und Hetzer.

Wenn die CSU dazu bewegt werden könnte, im Falle einer Koalierung mit der AfD die Rundfunkstaatsverträge zu kündigen und damit den Öffentlich – Rechtlichen den Garaus zu machen, sollte für die AfD kein Preis zu hoch sein, mit der CSU demnächst in Bayern eine Koalition einzugehen.

Dabei eröffnen sich auch für die CSU neue Gesichtspunkte: Die innere Abkehr des CSU von der nach weit nach links gedrifteten  CDU Merkels mit all ihren beflissenen Lakeitels  ist bereits so weit fortgeschritten, dass die schon mehrfach diskutierte Trennung der Unionsparteien seitens der CSU endlich vollzogen werden sollte. Die CSU dürfte dabei bei einem deutschlandweiten Antreten weit mehr Unterstützung von konservativen CDU-Wählern erfahren als sie durch ein Auftreten der CDU in Bayern verlieren würde. Und mit der AfD hätte die CSU deutschlandweit einen starken Koalitionspartner.

Denken ist in Deutschland nicht verboten.

Gerd Plorin

(Einzelmeinung)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.