Gut besuchte erste Mitgliederversammlung des AfD Stadtverbands Kleve

Nachdem die Alternative für Deutschland (AfD) im Mai vorigen Jahres auch in Kleve einen Stadtverband gegründet hatte, lud dieser zur ersten Mitgliederversammlung nach der Gründung ein.

Unter großem Beifall der zahlreich Erschienenen konnte der Vorstand nach noch nicht einmal einem Jahr nach der Gründung über eine mehr als verdoppelte Mitgliederzahl berichten und zudem vermerken, dass sich bereits weitere Mitglieder im Aufnahmeverfahren befinden.

Gute Voraussetzungen also, die nächsten Ziele anzugehen:

Keine 100 Tage sind es bis zur Europawahl, zu der die AfD auch aus Nordrhein-Westfahlen starke Kandidaten ins Rennen geschickt hat, die es zu unterstützen gilt. Dies soll in Kleve nicht nur auf Wahlständen, durch Plakate, Informationsveranstaltungen und Informationen in den sozialen Medien geschehen, sondern auch durch einen vom Stadtverband Kleve entwickelten Flyer. Dieser stieß auf große Zustimmung bei gleichzeitig eingebrachten Änderungs- und Ergänzungsvorschlägen, welche kurzfristig weiter beraten werden sollen.

Sodann nahm man sich der Herausforderungen der ebenfalls anstehenden Kommunalwahlen an. Diese finden zwar erst in etwa anderthalb Jahren statt, aber angesichts der großen Ziele, die man sich gerade bei dieser Wahl gesetzt hat, war man sich einig, möglichst frühzeitig die Weichen zu stellen: Wenn es sich auch um die erste Teilnahme an der Kommunalwahl handelt, will man dem bundesweiten Trend folgen, viele Wähler erreichen  und mit einer starken Fraktion in den Klever Stadtrat einziehen; weiß man doch: Jeder Sitz für die AfD verhindert einen für die Altparteien.

Aber es war auch Kritik zu hören: So wurde berichtet, dass aus dem Umfeld der Anwesenden an diese herangetreten wurde mit der Klage, man wisse nicht, an wen man sich in Kleve bei Interesse an einer Mitarbeit in der AfD wenden solle. Dazu musste der Vorstand leider feststellen, dass die örtliche Medien ihren Beitrag zur Demokratie auch dadurch erbracht haben, in dem sie die AfD bisher so gut wie durchgehend geschnitten haben, man aber auf Einzug von Vernunft auch in diesem Bereich hoffe und auch darauf, dass ein Erwartungsdruck aus der Bevölkerung eine Verhaltensänderung bewirken kann.

Wer sich in Kleve (aber auch in anderen Kommunen) in der Alternative für Deutschland engagieren möchte, wende sich an info@afd-kleve.de oder an den Ersten Sprecher des AfD Kreisverbands  Kai Habicht, Kuhdyk 6, 47647 Kerken, welcher Interessentenanfragen an den Stadtverband weiterleitet.

Es gibt viel zu tun. Wir packen es an.

 

Alternative für Deutschland

Stadtverband Kleve

5 thoughts on “Gut besuchte erste Mitgliederversammlung des AfD Stadtverbands Kleve”

  1. >So wurde berichtet, dass aus dem Umfeld der Anwesenden an diese herangetreten wurde mit der Klage, man wisse [NICHT?], an wen man sich in Kleve bei Interesse an einer Mitarbeit in der AfD wenden solle.>

    > Dazu musste der Vorstand leider feststellen, dass die örtliche Medien ihren Beitrag zur Demokratie auch dadurch erbracht haben, in dem sie die AfD bisher so gut wie durchgehend geschnitten haben, >

    Bei aller Berechtigung der Kritik am Agieren der Medien, die Motivation zu eigenen konstruktiven Schritten zu einer Verbesserung der Zusammenarbeit scheint mir von Seiten der AfD-Aktiven ausbaufähig… 
    Aber so ein klares Feindbild ist halt was Schönes. Schnell hat man da auch einen externen Verantwortlichen für angesprochene Mängel… 😉

    1. Vielen Dank für den Hinweis bezüglich des Fehlerteufels.

      Das Verhalten der Presse wird uns wohl auch weiterhin noch reichlich Aufgriffspunkte bieten, darauf einzugehen. Wenn auch vielleicht nicht immer so rücksichtsvoll.

      Egal; wir bemühen uns weiter. Nichts so gut, als dass es nicht noch verbessert werden könnte.

      Ansonsten: Jedes Jahr eine Verdoppelung – wie war das noch mal mit dem Schachbrett und den Reiskörnern?

  2. Sehr geehrter Kreisvorstand,

    die Kommunalwahl in NRW findet bereits in etwas mehr als einem Jahr statt. Der AfD Kreisverband Kleve ist dafür denkbar schlecht vorbereitet, da in den 16 Ortsbezirken des Kreises Kleve mit Stand 29. Januar 2018 meines Wissens nur drei AfD Ortsverbände existierten, nämlich Goch, Emmerich und Issum. Bis heute, ein Jahr später, hat sich daran wenig geändert bis auf die von ihnen selbst beworbene Neugründung in Kleve.

    Seit März 2018 steht dem AfD Kreisvorstand Kleve und dem Bezirk Düsseldorf jedoch ein Strategiepapier des AfD Mitgliedes Hermine van Husen aus Kranenburg zur Verfügung, die die Vorgehensweise und einen Zeitplan zum systematischen Aufbau von AfD Ortsverbänden aufzeigte, um rechtzeitig zur Kommunalwahl in der Fläche vertreten sein zu können.

    Dass die AfD Mitgliederzahlen im Kreis Kleve somit deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben sind, liegt somit keineswegs am Engagement bzw. des fehlenden Potenzial an künftigen Mitgliedern oder den Bürgern, wie die steigende Mitgliederzahl im Ortsverband Kleve ja seit Gründung zeigt, sondern am Versäumnis des Kreisvorstandes rechtzeitig AfD Ortsverbände zu gründen. Daher haben Beitrittskandidaten bis heute in 12 von 16 Ortsbezirken des Kreises Kleve keine Ansprechpartner und keine Organisationsstruktur, um erfolgreich Kommunalpolitik zu betreiben und zu wachsen.

    Zur Errichtung eines AfD Ortsverbandes hätte es nur drei Mitglieder pro Bezirk benötigt, nämlich um die Positionen des Ortsverbandssprechers, des Stellvertreters und des Schatzmeisters zu besetzen.

    Des Weiteren finden im Kreisverband Kleve nur eine ordentliche Mitgliederversammlung pro Jahr statt. Dort kann natürlich aus Zeitgründen im Wesentlichen nur die Neuwahl des Vorstandes abgearbeitet werden. Für eine kontinuierliche und systematische Politik, die sich demokratisch, sachlich und ergebnisorientiert für den Bürger engagiert, bleibt da natürlich keine Zeit. Dazu sind mindestens 3-4 Mitgliederversammlungen pro Jahr notwendig. Auch hier glänzt der AfD Kreisvorstand Kleve durch Minimalismus.

    Insgesamt lässt sich konstatieren, dass das anämische Wachstum im AfD Kreisverband Kleve und die vollkommen fehlende Organisationsstruktur in der Fläche (12 von 16 Ortsbezirken bis heute unbesetzt) zum großen Teil selbstverschuldet sind. Die Versäumnisse seit März 2018 dürften bis zur Kommunalwahl 2020 nicht mehr aufzuholen sein. Somit darf sich der Kreisvorstand Kleve dazu gratulieren, dass Feld kampflos den Altparteien überlassen zu haben.

    Viele Grüsse

    Holger van Husen

    1. Sehr geehrter Herr van Husen,

      Ihre Ausführungen sind in vielfacher Hinsicht unzutreffend:

      1.) Die Gründung von Ortverbänden muss wohlüberlegt sein, weil diese zahlreichen Verpflichtungen unterliegen (Unterhalten von Statuten, Durchführung von Jahresversammlungen, Sicherstellung finanzieller Transparenz usw. . Dazu reichen eben nicht, wie Sie schreiben, drei Mitglieder aus. Erstens halten wir einen lediglich aus drei Mitgliedern bestehenden Ortsverband für unsinnig, denn diese könnten auch im Rahmen des Kreisverbandes vor Ort initiativ werden, zweitens müssen Mitglieder eines OV auch bereit sein, Funktionen zu übernehmen (was, wie wir wissen, nur bei den wenigsten Mitgliedern der Fall ist) und drittens müssen Mitglieder auch geeignet sein, die erforderlichen Funktionen auszuüben.

      2.) Der Kreisvorstand möchte sich hier nicht selbst bewerten; das haben die auf der gerade stattgefundenen Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder getan: Der bisherige Vorstand wurde fast unverändert mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt.

      3.) Der Kreisvorstand war während des letzten Jahres äußerst aktiv, in dem er (u.a.) zahlreiche Veranstaltungen angeboten hat und sich in den sozialen Netzwerken zu vielen Themen geäußert und so auf die AfD und unseren Kreisverband aufmerksam gemacht hat. Als Ergebnis ist dabei herausgekommen, dass sich der Mitgliederbestand innerhalb der letzten Amtsperiode des Kreisvorstands (ein Jahr) um über 50% erhöht hat. Dies, obwohl zahlreiche AfD-affine Interessierte sich nicht durch eine Mitgliedschaft zur AfD aufgrund zu befürchtender beruflicher, familiärer und sozialer Ablehnung bekennen können. Nach dem vom AfD Kreisverband Kleve trotz dieser widrigen Umstände erzielten Mitgliederzuwachs würden sich alle anderen Parteien die Finger lecken.

      4.) Der Vorstand ist der Auffassung, dass eine Mitgliederversammlung notwendig und hinreichend ist. Drei oder gar vier Mitgliederversammlungen würden zu Lasten anderer Aktivitäten gehen müssen. Die allermeisten Mitglieder sehen dies genauso. Und wenn sie dies anders sähen, würde der Kreisvorstand diesem Ansinnen entweder entsprechen oder er müsste damit rechnen, durch andere Personen ersetzt zu werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      admin3

      1. Sehr geehrter Kreisvorstand,

        anbei nehme ich gerne Stellung zu ihren obigen Rechtfertigungen.

        1. Die erwähnten Verpflichtungen liegen in der Verantwortlichkeit der Vorstände der jeweiligen Ortsverbände. Der Kreisvorstand hat hier nur eine minimale Aufsichtspflicht, die bei einer ordentlichen Geschäftsführung des Ortsverbandes kaum ins Gewicht fällt.

        Drei Mitglieder reichen aus. Dass der Kreisvorstand Kleve seinen eigenen Vorstellungen über die Größe bei der Gründung eines Ortsverbandes nachhängt, sei ihm natürlich freigestellt, ist jedoch eine rein persönliche Ansicht, die einer rechtlichen Grundlage aus den AfD Satzungen und dem Parteiengesetz entbehrt.

        Es ist nicht die Aufgabe des Kreisvorstandes Eignungsprüfungen und Personalempfehlungen auszusprechen. Die politische Willensbildung geht vom Volk und den gewählten Mitgliedern auf der Gründungsversammlung vor Ort aus. Der Kreisvorstand hat die Arbeit der AfD Mitglieder zu unterstützen nicht zu dirigieren.

        2. Der AfD Kreisverband hat vermutlich etwas mehr als 100 Mitglieder. Davon waren auf dem letzten ordentlichen Kreisverbandsparteitag vermutlich etwa 35 Mitglieder vor Ort. Zu ihrem Glück hat offensichtlich kein Parteimitglied die Beschlussfähigkeit des KPT geprüft, sonst hätten sie ihn wahrscheinlich nach AfD Kreis- und Landessatzung wiederholen müssen.

        Der Klever Kreisvorstand besitzt eine unverhältnismäßig hohe Anzahl an Vorstandsmitglieder von über 10 Personen. Sie benötigen also neben den Vorstandsmitgliedern nur 8 AfD Mitglieder, um sich mit einer Mehrheit im Vorstand zu bestätigen. Das ist nicht gerade ein überwältigendes Votum von der Basis. Je weniger AfD Mitglieder den Kreisparteitag besuchen, umso besser sind die Wahlchancen des kommissarisch agierenden Kreisvorstandes auf Wiederwahl.

        3. Der Kreisvorstand war vielleicht aktiv, aber in Bezug auf die Gründung von Ortsverbänden leider erfolglos – bis auf den Ortsverband Kleve.

        Die steigende Mitgliederzahl ist dem Bundestrend geschuldet und dürfte keineswegs der Arbeit des Kreisvorstandes zuzurechnen sein. Wie viele Mitglieder haben die AfD unter ihrer Ägide denn schon wieder verlassen?

        Eine Parteimitgliedschaft muss man nicht öffentlich machen. Ihr Argument, dass angeblich die Bürger Angst vor beruflichen und gesellschaftlichen Nachteilen haben, ist somit wenig überzeugend.
        Ich muss ihr Selbstlob bezüglich des Mitgliederwachstums leider etwas relativieren. Bündnis 90 / Die Grünen wachsen in vielen Teilen Deutschlands schneller als die AfD. Nicht zuletzt aufgrund der mäßigen Entwicklung von AfD Organisationsstrukturen auf Ortsebene.

        4. Eine Mitgliederversammlung pro Jahr lässt allein vom Umfang der notwendigen administrativen Aufgaben keine politische Arbeit zu. Aber das wissen sie ja selbst. Dort wird dann aus zeitlichen Gründen stets nur die Wiederwahl des amtierenden Vorstandes betrieben. Für Mitgliedsanträge und politischen Diskussionen bleibt keine Zeit, wie die letzten zwei Jahre und das volle Antragsbuch eindrucksvoll beweisen. Viele Mitglieder sehen das eben nicht wie sie behaupten und bleiben deshalb dem KPT fern.

        Viele Grüsse,

        Holger van Husen

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