Wohnungsmangel: Brief an Anne Will

Zwar ist es schon über einen Monat her, dass bei Anne Will im Rahmen einer Diskussionsrunde über niedrige Löhne und magere Renten auch über den Wohnungsmangel diskutiert wurde, aber auch durch die gestrigen Proteste gegen die Entwicklungen auf dem Mietwohnungsmarkt ist dieses Thema weiterhin hochaktuell.
Natürlich fürchtete man die AfD in einer solchen Runde, so dass deren Vertreter im Gegensatz zu einer Grünen in diese abermalige Dauerwerbesendung für die Grünen nicht eingeladen waren.
Lesen Sie den Brief von Herrn Adolf Frerk zu dieser Sendung an Frau Will (hier der Link zur Sendung: https://daserste.ndr.de/annewill/archiv/Niedriger-Lohn-magere-Rente-was-ist-uns-Arbeit-wert,erste11438.html):

Adolf Frerk,  47608 Geldern                                                                                                                  4. März 2019

Zuschauerredaktion Das Erste

80006 München

Zu: Anne Will – Diskussionsrunde Wohnungsmangel 3.3.2019

Sehr geehrte Frau Will,

in einer Marktwirtschaft regeln sich die Mietpreise nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. So treibt der Mangel an Wohnraum die Mietpreise in die Hohe, besonders in Ballungsgebieten. Wenn nun die etablierten Parteien Millionen von mittellosen Migranten ins Land holen, verknappt das zwangsläufig den verfügbaren preisgünstigen Wohnraum. Das durfte natürlich in Ihrer Gesprächsrunde niemand sagen, weshalb es keinen Vertreter der AfD, immerhin der drittstärksten Fraktion im Bundestag, gab.

Je mehr Menschen also zuströmen, desto knapper wird der vorhandene billige Wohnraum.

Doch unsere Weltverbesserer forcieren einerseits die umstrittene Familienzusammenführung, andererseits haben sie günstigen Wohnraum an profitorientierte Konzerne verscherbelt. Obendrein schreckt eine überaus mieterfreundliche Gesetzgebung kleinere Investoren vom Wohnungsbau ab. Als Verwalter von Mietobjekten im In und Ausland kann ich nach meinen Erfahrungen Privatleuten vom Bau oder Erwerb von Mietwohnungen nur abraten. Nichts wie Ärger! Ein Kapitel für sich sind dabei die standig steigenden Mietnebenkosten, welche vielfach eine zweite Miete bilden, die die Mieter erdrosselt.

Daher ist Wohneigentum zu begrüßen. Aber dazu gehört ein gutes, regelmäßiges Einkommen, das in diesem Land der überhöhten Steuern, Abgaben und Lasten nur schwer zu erreichen ist. Meinem Sohn zum Beispiel, Volljurist und Magister legum oeconomicarum, hatte in Deutschland eine Karriere als Taxifahrer oder Helfer in einer Dönerbude gewinkt. Darum ist er sofort ins Ausland gegangen, wo er gut honoriert wird. Dennoch zahlt er nur 33 Prozent Lohnsteuer und konnte sich trotz der hohen Immobilienpreise in London schnell ein hübsches Haus in der Nähe von Wimbledon leisten. Übrigens geht aus seinen Energiekostenbescheiden für dieses Haus hervor, dass Strom und Gas in England bis zu 50 Prozent billiger sind als hier. Das hätte die Zuschauer ihrer Sendung bestimmt interessiert. Jedenfalls trifft die Preistreiberei in diesem Sektor am härtesten die kleinen Leute.

Das Grundübel der überhöhten Steuern in unserem Land wurde in Ihrer Runde nicht erwähnt. Diese konnten aber fühlbar geringer ausfallen, wenn der deutsche Steuerzahler nicht mindestens 50 Milliarden Euro jährlich für das Migrationswesen aufbringen müsste.  Für diese gigantische Summe ließen sich jedes Jahr 200.000 gute Wohnungen (250.000,- E/Einheit) oder mehr als 140.000 Einfamilienhäuser (350.000, E/Einheit) erstellen, sofern es genug Bauland und Wohnungsbaukapazität gäbe. Oder aber im Fall von Steuersenkungen hätten viele Bürger genug Geld übrig zum Auffangen der Mieterhöhungen oder zu Rücklagen fürs Alter. Und eben darum war kein Vertreter der AfD zugelassen.

Mit freundlichen Grüßen

Adolf Frerk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.