Ein Leserbrief an die Preußische Allgemeine Zeitung zu: Marxistisches Versatzstück

Preußische Allgemeine Zeitung
Buchtstr. 4
22087 Hamburg
Zu: Marxistisches Versatzstück, PAZ Nr. 15 – 12. April 2019
(https://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/marxistisches-versatzstueck.html ; admin3)
Als langjähriger Verwalter von Immobilien im In-und Ausland verfolge ich den Enteignungsrummel mit wachsendem Widerwillen. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum liegt doch nicht zuletzt an der Politik der etablierten Parteien.

  1. Die Altparteien tragen die Verantwortung für den Verkauf vieler Wohnungen mit moderater Miete an profitorientierte Konzerne.
  1. Die Etablierten haben eine Fülle von Bauauflagen und Vorschriften geschaffen, die preiswerten und zügigen Neubau erschweren. In einigen Bundesländern ist auch die Grunderwerbssteuer kräftig hochgeschraubt worden. So ist Wohnraum nicht mehr unter 10 Euro Miete pro Quadratmeter Wohnfläche zu erstellen.
  1. Die Politklasse hat durch ihre Migrationspolitik Millionen von Menschen ins Land geholt, die alle preiswerten Wohnraum brauchen. Obendrein kommt jedes Jahr die Einwohnerschaft einer mittleren Großstadt marktbelastend hinzu.
  1. Die Mieterschutzgesetzgebung ist derart scharf, dass ein kleiner Investor den Bau oder den Kauf von Mietwohnungen besser unterlässt, weil das nur Ärger bringt. Hier könnte ich viel von Mietnomaden, insolventen Mietern, Vertragsbruch, von mutwillig verursachten Schäden am Mietobjekt, von Auseinandersetzungen mit Mietern vor Gericht erzählen. Ohne eigene Rechtsabteilung geht es beim Vermieten kaum noch ab.
  1. Die Mietnebenkosten, besonders für Strom, Gas und Wasser, bilden inzwischen eine zweite Miete, welche die sozial Schwachen hart trifft. Die Energiekosten sind durch die Machenschaften der Herrschenden unnötig hoch. In London zum Beispiel – mein Sohn ist dort ansässig – zahlt der Verbraucher nur die Hälfte von dem, was hier dem Bürger abgepresst wird.
  1. Der Euro ist ein Krisengeld, für das man nicht einmal mehr Zinsen erhält. Eine Baugesellschaft wollte mir einen knappen Hektar Bauerwartungsland abkaufen. Ich habe abgelehnt, weil der Boden seinen Wert behält, während der Euro laufend abgewertet wird.
Was ist zu tun? Enteignung der Immobilienkonzerne bedeutet Rückkehr zum Sozialismus,
bei dem letztlich auch das Häuschen der alten Oma nicht mehr sicher ist. Zudem wissen wir, wie marode die Städte der DDR 1989 waren. Wohnungen für teueres Geld zurückzukaufen, schafft keine einzige zusätzliche Wohnung. Also muß man bauen, aber unter Verzicht auf einen Teil der 20.000 Bauvorschriften und nach dem Vorbild der Niederländer, die billiger bauen. Geld ist genug da! Wo für das Migrationswesen jährlich 50 Milliarden Euro und mehr verbraten werden, sollte für Deutsche in Wohnungsnöten etwas abzuzweigen sein.
Mieter sollten auch Wohneigentum erwerben, heißt es. Allerdings braucht man dazu gutbezahlte, sichere Arbeitsplätze, die im Zeichen der Globalisierung zur Ausnahme werden. Doch wenn in Spanien, Italien, Griechenland, ja selbst in Bulgarien bis zu 80 Prozent der Bevölkerung im eigenen Haus wohnt, sollte das im angeblich so reichen Deutschland auch möglich sein. Man nehme sich ein Beispiel an Ungarn, das klug und energisch kinderreichen Familien zu Wohneigentum verhilft.
A. Frerk
(Einzelmeinung)

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