AfD und LINKE vergleichbar?

3. November 2019
Herrn
Alexander Häusler
Fachhochschule Düsseldorf
Münsterstr. 154
40476 Düsseldorf
Zu: „Linke und AfD vergleichbar?”, Ihr Interview im Deutschlandfunk am 2.11.2019
 
 
Sehr geehrter Herr Häusler,
in der Tat ist die AfD nicht mit der Nachfolgepartei der Kerkermeister und Mauermörder vergleichbar, denn deren Vorväter heißen Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot und Honecker. Da die AfD erst seit sechs Jahren besteht, kann sie eine entsprechende Ahnentafel nicht vorweisen.

Sie formulieren starke Zweifel an der Bürgerlichkeit der AfD. Ihnen ist offenbar entgangen, dass fast alle Abgeordneten dieser Partei im Bundestag gute bürgerliche Berufe haben. Sie sind Professoren, Ärzte, Juristen, Beamte, Offiziere und Unternehmer, bilden also das gesamte bürgerliche Spektrum ab und vertreten ein bürgerlich-konservatives Parteiprogramm.
Was die Gewalt angeht, so ist vor allem die AfD Opfer von Krakeelern, Schmierfinken, Feuerteufeln und Schlägern, ganz abgesehen vom verbalen Terror der Etablierten. Selber habe ich etliche Attacken politischer Gegner erlebt und wiederholt telefonische Morddrohungen erhalten, von denen ich eine Ihnen nicht vorenthalten will (Sit venia verbo): „Du verdammter ‘Scheißnaziaschficker’, wir machen dich platt.“ Dieser Spruch wirft ein bezeichnendes Licht auf das linke Lager.
Sie polemisieren gegen Dr. Gauland wegen seiner Reaktion auf die Frechheit einer Aydan Özuguz. Nach deren Behauptung, die Deutschen hatten keine Kultur außerhalb ihrer Sprache, würde auch ich ihr eine Rückkehr ins hinterste Anatolien gewünscht haben. In Frankreich wäre diese Person mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt worden. Es ist ein Skandal, dass kein Politiker des Establishments den Mut hatte, dieser „SPD-Politikerin“ zu widersprechen. Özuguz gehört offenbar zu den „heiligen Kühen“ der Politklasse.
Die Weimarer Republik ist – entgegen Ihrer Darstellung – gescheitert, weil sie von Nationsozialisten und Kommunisten gleichermaßen bekämpft wurde. Hitler wie Stalin waren beide Verbrecher, der letztere sogar der bei weitem Schlimmere nach Zahl der Opfer und Dauer der Schreckensherrschaft, nachzulesen zum Beispiel bei Stéphane Courtois in „Le livre noir du communisme“. Daher gab es lange in der Bundesrepublik den antitotalitären Konsens, der leider durch die Linksverschiebung unseres Parteiensystems aufgehoben ist.
Mir freundlichen Großen
A. Frerk
(Einzelmeinung)

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