Grenzen der Toleranz

Herrn
Prof. Dr. Rainer Forst
Goethe-Universität Frankfurt
Zu: „Grenzen der Toleranz“, Ihr Interview im Deutschlandfunk am 10.11.2019
Sehr geehrter Herr Professor,
im oben genannten Interview ging es dem Deutschlandfunk natürlich darum, die AfD als eine Partei darzustellen, die kein Anrecht auf Toleranz hat. Sie haben sich jedoch diesem Versuch entzogen und vielmehr Grundsätzliches zum Thema gesagt. Selbstverständlich hört die Toleranz beim Angriff auf die Rechte und Würde des Menschen auf. Interessant war dann aber Ihre Feststellung, es gebe bei der Toleranz eine rechtliche und eine soziale Form. Nachdem ich ein wenig bei Voltaire nachgelesen hatte, erschien mir eine weitere Grenze, nämlich die der intellektuellen Redlichkeit. Voltaire mahnt angesichts der Unzulänglichkeit der menschlichen Vernunft zu Besonnenheit und Bescheidung als Schutz vor Hochmut und Fanatismus.

In unserem Land geht es in der Politik so zu, als ob die eine Seite im Besitz der absoluten Wahrheit sei, während die andere Ignoranz und Dummheit verkörpere. Nehmen wir zum Beispiel die Kritik der AfD an der Masseneinwanderung. Diese wird von den etablierten Politikern als Menschenfeindlichkeit und Rassismus lautstark kategorisch zurückgewiesen. Die AfD-Anhänger werden als Pack, brauner Schmutz und Nazipest beschimpft. Man müsse sie ausgrenzen und ächten. Sie werden also diffamiert, stigmatisiert und kriminalisiert.
Bei sachlicher Betrachtung der Massenmigration ergeben sich allerdings schwerste Bedenken gegen sie. Die Invasion aus aller Welt ist eine ständige Verletzung unserer Gesetze, was sogar Herr Seehofer in einem lichten Moment als „Herrschaft des Unrechts“ bezeichnete. Die Einwanderung in unsere Sozialsysteme verursacht Kosten von mindestens 50 Milliarden Euro jährlich (Zahlenangabe aus der CDU-freundlichen Rheinischen Post, Düsseldorf), die für die Zukunftssicherung der Nation bitter fehlen. Weiterhin gefährdet die Migration in der heutigen Form die Innere Sicherheit. Nach Angabe der Bundesregierung entfielen im Jahr 2018 auf Verdächtige nicht-deutscher Herkunft 265930 Straftaten, davon 98 Fälle von Mord und 261 Fälle von Totschlag. Migration bedeutet also für die Bundesbürger Tod, Gewalt und unendliches Leid, ganz abgesehen von den gewaltigen materiellen Verlusten. Darüber hinaus bewirkt die Masseneinwanderurıg, selbst wenn sie nicht zum Bevölkerungsaustausch gerät, einen tiefen gesellschaftlichen und kulturellen Umbruch, der keine Bereicherung sein wird, nachzulesen bei klugen Leuten wie Jean Raspail, Pierre de Villiers, Douglas Murray, Eric Zemmour oder auch bei Thilo Sarrazin.
Die genannten Fakten sind nachprüfbar. Wer sie vorbringt, sollte eigentlich mit gutem Recht die Toleranz der intellektuellen Redlichkeit für sich beanspruchen. Die Realität sieht leider, wie oben beschrieben, völlig anders aus.
Freilich ist Toleranz nicht zuletzt auch eine Sache der Gegenseitigkeit.
Mit freundlichen Grüßen

 

A. Frerk
(Einzelmeinung)

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