Der Brexit ist Realität. Auf zu neuen Ufern?

Das Vereinigte Königreich hat sich aus dem Würgegriff der EU befreit; es hat der Bevormundung durch die Brüsseler Bürokratie abgesagt; es muss nicht länger die Misswirtschaft anderer Staaten finanzieren. Die angekündigten Katastrophenszenarien sind ausgeblieben. Vielmehr hat der IWF (der Internationale Währungsfonds) für das UK sogar ein stärkeres wirtschaftliches Wachstum vorhergesagt als für den Rest der EU. Großbritannien hat ein Beispiel gesetzt, das Deutschland im ureigenen Interesse bedenken sollte.
Die deutschen Medien haben maßlos gegen den Brexit und Boris Johnson gewettert, aber am Ende hat der die Wahlen überwältigend gewonnen und den Wählerwillen vollzogen. Er hat nicht zuletzt deswegen gesiegt, weil die Sozialisten unter Corbyn ein linkslastiges Programm vorlegten und die Liberalen mitmachen wollten. Jedenfalls stieg das Pfund sofort von 1,10 Euro auf 1,18 Euro mit Tendenz nach oben. In London brummt die Wirtschaft, besonders der Bausektor, Handwerker sind gefragt wie nie. Die stagnierenden Immobilienpreise haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Entgegen allen Unkenrufen hat der Börsenplatz London nicht gelitten. Da war die Rede von 10.000 Bankern, die von London nach Frankfurt abwandern würden. Am Ende waren es aber nur 1500, was bei über 300.0000 Beschäftigten der Londoner City unerheblich ist. Andererseits wird durch laschere Kontrollvorschriften und großzügigere Regularien voraussichtlich noch mehr Kapital nach London fließen. Daher sind hochqualifizierte Leute aller Sparten gesucht und finden leicht lukrative Jobs, besonders wenn sie polyglott sind, unter ihnen Tausende von jungen Deutschen, die sich über Bezüge freuen, die daheim undenkbar waren. Zudem ist die Lohnsteuer in England viel niedriger als bei uns, während die Lebenshaltungskosten – abgesehen von den sehr hohen Mieten in London – in etwa gleich sind. Strom und Gas sind sogar um die Hälfte billiger.
Mit dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ist der schöne Wahn vom vereinten Europa schwer beschädigt. Wieder einmal wurde deutlich, dass alle Nationen ihre Interessen verfolgen und nur Freunde sind, solange ein gemeinsamer nationaler Vorteil besteht. Selbst für Charles de Gaulle war die wirtschaftliche Potenz Deutschlands nur ein Mittel für die politische Dominanz Frankreichs. Deutschland sei das Pferd, Frankreich aber sein Reiter, gab er von sich. Die Wiedervereinigung wollten weder Margret Thatcher noch François Mitterand. Letzterer erzwang sogar die Aufgabe der D-Mark, die er mit der Wirkung einer Atombombe verglich. Da also im Leben und Wirken der Staaten letztlich der nationale Egoismus entscheidet, sollten die deutschen Politiker jetzt ihre Lektion gelernt haben.
Schließlich sollte Deutschland nicht weiter der Zahlmeister Europas sein.
Unser Geld muss der eigenen Zukunftssicherung dienen.
                    Ihre
Alternative für Deutschland
        Kreisverband Kleve

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