Pöbel im Bundestag

Seitdem die AfD im Deutschen Bundestag vertreten ist, hat sich einiges getan:
Es gibt wieder eine echte Oppositionspartei, und das Interesse an den Bundestagsdebatten, welche auf Phoenix übertragen werden, ist sprunghaft gestiegen.
Die neue, starke Konkurrenz kommt nicht jedem gelegen: Verzweifelt wenden sich die Altparteien und ihre Lakeitels aus Presse, Funk und Fernsehen gegen die ständig stärker werdende neue Volkspartei. Da werden das Parteienfinanzierungsgesetz, die Bundestagsgeschäftsordnung und jahrzehntelange parlamentarische Gepflogenheiten geändert sowie gesetzliche Maßnahmen zur Einschränkung der Meinungsfreiheit getroffen. Tendenz: steigend. Demokratie: egal.
Die AfD muss ja eine richtige Gefahr sein. Gut so.
Aber es nutzt alles nichts; die Panik wird immer größer. Und wenn einem nichts mehr einfällt, greift man zu Bewährtem. Doch der Reihe nach:

Bei der letzten Plenarsitzung des Jahres 2019, am Freitag, dem 20. Dezember, trat ein Abgeordneter der neuen Kleinpartei SPD namens Helge Lindh, sozusagen der Markus Lanz der SPD, ans Pult. Zur Sache – Thema war der AfD-Antrag zur Bekämpfung der Wohnungsnot – hatte er nichts beizutragen; ein bisschen Hetzgekreische mit teilweise sich überschlagender Stimme, ein bisschen Bibel- und Kirchenbezug (ja; Sie haben richtig gelesen) und dann kam´s: Schauen und hören Sie sich seine Rede hier https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7409142#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03NDA5MTQyJnZpZGVvaWQ9NzQwOTE0Mg==&mod=mediathek an. Ab Minute 4:00 plädiert er im Deutschen Bundestag dafür, eine bewährte Nazimethode anzuwenden: Er fordert die Abgeordneten dazu auf, sich umzudrehen und der AfD den Rücken zuzuwenden.
Nazimethode? Ja; Nazimethode: Als im Jahr 1931 der Reichstagsabgeordnete Dr. Loewenthal  im Reichstag sprach, drehten NSDAP-Abgeordnete dem Redner demonstrativ den Rücken zu, was auf diesem Bild zu sehen ist:

Solches scheint den kleinen Lanz dermaßen imponiert zu haben, dass er mit dieser Idee dann auch gleich im Deutschen Bundestag aufwarten musste.
Und der CDU-Demokrat Schäuble, der zur Zeit des Geschehens die Sitzungsleitung innehatte? Kein Ton. Keine Maßregelung, kein Ordnungsruf. Man hilft sich.
Als dann der AfD-Abgeordnete Dr. Curio, sozusagen einer der Rednerstars der AfD, das Wort ergriff ( https://www.afdbundestag.de/genug-der-weltenrettung-mit-dem-geld-anderer-leute-gottfried-curio-afd-fraktion-im-bundestag/ ), wandten sich doch tatsächlich einige Abgeordnete – wie von diesem Lindh dazu angehalten – ab und drehten dem AfD-Redner während seiner Rede den Rücken zu. Dies ist bei Minute 2:40 zu sehen wie auch, dass zwei AfD-Abgeordnete (Seitz und von Storch) dieses Nazi-Gebaren fotografieren. Die Rückzudrehungen sind auch bei Minute 3:50 zu sehen.
Zur Ehrenrettung des Deutschen Bundestages sei aber betont, dass sich an dem Nazi-Gebaren, wie nach den Videopassagen abgeschätzt werden kann, kaum 10 Abgeordnete beteiligt haben.
Bezeichnend für die SPD im großen wie im kleinen ist der Umgang mit ihren Nazifeunden: In Sachen Lindh wird man nichts bezüglich eines Parteiausschlusses hören, in Sachen eines Klever SPD- Kreisfürsten hat man nichts gehört. Die ganze SPD macht sich also mit solchen Leuten gemein.
Zum Glück gibt es die berechtigte Hoffnung, dass die Zeit der SPD bald endet.
Und die der AfD beginnt.
Es grüßt Sie freundlich
Gerd Plorin
(Einzelmeinung)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.